Tipp: Im Datei-Explorer oben in die Adresszeile klicken, Pfad kopieren, hier einfügen. Unterordner werden mitdurchsucht.
aus
Wie funktioniert der Wärmefilter — und wie stelle ich ihn ein?
Im Wind wackelnde Blätter und Äste haben Umgebungstemperatur und
erscheinen auf dem Wärmebild grau. Ein Tier ist wärmer und wird von der
Kamera gelb/orange/rot dargestellt. Für jeden Bewegungsfleck wird deshalb
gemessen, welcher Anteil seiner Bildpunkte farblich warm aussieht — innerhalb
der tatsächlichen Umrisse, nicht im umschließenden Rechteck.
Der Wärme-Wert eines Clips ist der Anteil, der in mindestens drei
Bildern erreicht wird. Ein einzelner Reflex oder Rauschblitz hebt einen Clip
also nicht fälschlich an.
So stellst du die Schwelle ein: Ersten Durchlauf mit Filter
aus. Ein paar Clips bewerten — echte Fledermäuse und ein paar
Baum-Fehlalarme. Dann auf „Schwelle vorschlagen“ klicken: daraus wird
berechnet, welcher Wert deine Fledermaus-Clips behält und die kalten
verwirft. Diese Schwelle beim nächsten Durchlauf eintragen.
Wichtig: Bei einer reinen Graustufen-Palette („White Hot“) gibt es
keine Farbe — dann ist der Wärme-Wert für alles 0 und der Filter darf nicht
verwendet werden. Das Programm warnt, wenn es fast alles verwirft.
Der Filter greift vor dem Schneiden: verworfene Ereignisse werden
gezählt, aber nicht als Clip erzeugt. Das spart auch Rechenzeit.
Bewegungsschwelle:
Woran wird Empfindlichkeit gemessen?
Das Programm lernt für jeden Bildpunkt, wie hell er „normalerweise“ ist.
Weicht er stärker davon ab als die Bewegungsschwelle, gilt er als bewegt.
Niedrigere Schwelle = schon schwache Helligkeitsänderungen zählen = mehr Treffer,
echte wie falsche. Das ist die einzige Stellschraube, die die Stufe verändert.
Der Vergleich läuft intern über quadrierte Abstände. Der angezeigte
Zahlenwert verhält sich deshalb wie das Quadrat der Helligkeitsschwelle —
halber Zahlenwert bedeutet nicht halbe Schwelle, sondern rund 71 % davon.
Genau diesen umgerechneten Vergleich zeigt die Zeile über dieser Erklärung an.
Unverändert über alle Stufen bleibt die Mindestgröße von 12 Bildpunkten:
kleinere Bewegungsflecken werden immer verworfen. Dadurch sind die Stufen mit
früheren Auswertungen vergleichbar.
Wie viele Clips herauskommen, hängt zusätzlich stark vom Material ab
(Rauschen, Regen, bewegte Vegetation, Wärmedrift). Die Stufe ist eine Vorgabe,
keine Trefferzahl.
Alle Videos–
Aktuelles Video
–
…